Die Blue Devils Weiden erleben bei den Bietigheim Steelers einen bitteren Abend. Vor allem defensiv agierten die Oberpfälzer ungeordnet. Bei Fünf gegen Fünf war Weiden klar unterlegen, lediglich das Powerplay sorgt für Lichtblicke.
Chancenlos in Bietigheim: Die Blue Devils Weiden haben am Freitagabend das Auswärtsspiel bei den „Steelers” in der DEL2 vor 2783 Zuschauern in der „EgeTrans Arena” klar und hochverdient mit 3:7 verloren.
Im Vergleich zur Niederlage in Bad Nauheim musste Devils-Coach Mikhail Nemirovsky sein Line-up nur geringfügig verändern. Da Faulhaber per Förderlizenz für Deggendorf auflief, standen lediglich sechs Verteidiger zur Verfügung. Weiterhin fehlten Luca Gläser sowie die verletzten Filip Reisnecker und Michael McNiven. Dafür kehrte Georg Thal nach seinen Einsätzen für die Selber Wölfe ins Weidener Aufgebot zurück.
Nur in den Anfangsminuten konnten die Blue Devils das Geschehen noch ausgeglichen gestalten, danach übernahmen die Steelers zunehmend das Kommando. Bei Fünf gegen Fünf agierte Bietigheim spritziger, scheibensicherer und setzte sich immer wieder im Weidener Drittel fest. Cerny sorgte nach knapp vier Minuten für das 1:0, Crnkic legte wenig später nach. Ein anderes Gesicht zeigten die Weidener lediglich im Powerplay: Dort lief die Scheibe bei den Oberpfälzern flüssig und Voyer verkürzte auf 1:2. Mehr kam offensiv jedoch kaum, lediglich drei Schüsse erreichten den Kasten von Ex-Devil Noack im Bietigheimer Kasten. Zwei Minuten vor der Pause stellte Zientek verdient auf 3:1 und unterstrich damit die Bietigheimer Überlegenheit im Anfangsdrittel.
Auch im Mitteldrittel änderte sich am Bild wenig: Bietigheim blieb die klar spielbestimmende Mannschaft, während Weiden vor allem defensiv keinen Zugriff fand. Die Oberpfälzer standen häufig zu weit von ihren Gegenspielern entfernt und ließen den Steelers zu viel Raum. Das bestraften die Hausherren konsequent und schraubten den Vorsprung bis zur 25. Minute mit zwei weiteren Treffern auf 5:1. Zwar nutzte Voyer einen Bietigheimer Fehler zu seinem zweiten Tor des Abends, doch am Spielverlauf änderte das wenig. Dass der Rückstand nicht noch deutlicher anwuchs, lag vor allem an Goalie Mühlberger, der bei zahlreichen guten Möglichkeiten der Steelers mehrfach stark parierte.
Die erste Gelegenheit im Schlussdrittel gehörte noch den Blue Devils, doch Tracey scheiterte an Noack. Danach übernahm Bietigheim wieder das Kommando - und sorgte mit einem weiteren Doppelschlag innerhalb nicht einmal einer Minute endgültig für klare Verhältnisse. Beim Stand von 7:2 war die Partie entschieden, Weiden blieb aber um Ergebniskosmetik bemüht und kam durch Hofverberg noch zum dritten Treffer. Am deutlichen Bild dieses Abends änderte das nichts mehr: Die Steelers waren den Oberpfälzern vor allem bei Fünf gegen Fünf in Tempo, Scheibensicherheit und Zweikampfführung klar überlegen und zeigten ihnen dabei deutlich die Grenzen auf.
Bietigheim Steelers: Noack - Pape, Bender, Söll, Uplegger, Raabe, Schüle, Klein - Dugan, Fonstad, Cerny, Crnkic, Fischer, Racuk, Zientek, Spitzner, Eckl, Franzese, Preibisch, Büsing
Blue Devils Weiden: Mühlberger - Muck, Filin, Scalzo, Pokorny, Bohac, Marusch - Tracey, Knackstedt, Voyer, Postel, Jahnke, Ribarik, Grimm, Regush, Gron, Brunner, Thal, Hofverberg
Tore: 1:0 (5.) Cerny (Fonstad, Dugan), 2:0 (9.) Crnkic (Schüle, Raabe), 2:1 (12.) Voyer (Knackstedt, Voyer), 3:1 (18.) Zientek (Uplegger, Pape), 4:1 (24.) Spitzner (Uplegger, Eckl), 5:1 (25.) Crnkic (Spitzner), 5:2 (28.) Voyer (Scalzo), 6:2 (47.) Eckl (Racuk, Zientek), 7:2 (48.) Pape (Büsing, Uplegger), 7:3 (54.) Hofverberg (Thal, Bohac) – Strafen: Bietigheim 6, Weiden 10 – SR: Polaczek, Wölzmüller – Zuschauer: 2783