Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben am Sonntag bei Grenzkontrollen auf der A6 einen von mehreren Justizbehörden gesuchten Urkundenfälscher festgenommen. Am Mittag kontrollierten die Einsatzkräfte einen 32-jährigen bulgarischen Staatsbürger, der in einem deutschen Transporter aus Tschechien nach Deutschland eingereist war. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass die Staatsanwaltschaft Kempten ihn zur Fahndung ausgeschrieben hatte. Das Amtsgericht Lindau (Bodensee) hatte ihn im Mai 2024 wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro verurteilt. Zusätzlich waren noch 90 Euro Verfahrenskosten zu bezahlen. Weil er seine Justizschulden bisher nicht beglichen hatte, erließ die Staatsanwaltschaft Kempten einen Vollstreckungshaftbefehl. Die Staatsanwaltschaft Kempten hatte auch noch in einem weiteren Verfahren Interesse an ihm. Das Amtsgericht Lindau hatte ihn im Januar 2025 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 2100 Euro verurteilt. Auch diese Strafe hatte er noch nicht bezahlt. Zudem fahndeten die österreichischen Justizbehörden international nach dem Mann.
Da der 32-Jährige nicht über genügend Geld verfügte, um den Vollstreckungshaftbefehl abzuwenden, lieferten ihn die Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein. Dort wird er die nächsten Wochen seine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.