In Kaimling brannte Dienstagnacht eine Scheune vollständig nieder. Die Alarmierung ließ zunächst Schlimmeres befürchten. 150 Einsatzkräfte und rund 30 Fahrzeuge waren im Einsatz. Die Brandursache ist noch unklar.
150 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag nach Kaimling zu einem Brand gerufen. In der Ortsmitte war in einer rund acht mal zehn Meter großen Scheune ein Feuer ausgebrochen. Der 67-jährige Besitzer hatte gegen 0.35 Uhr durch das geöffnete Schlafzimmerfenster Rauchgeruch wahrgenommen und mit Schrecken festgestellt, dass die Scheune nebenan brannte. Auch eine weitere Zeugin sei durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen worden, teilte die Polizeiinspektion Vohenstrauß auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mit.
Die Einsatzkräfte schirmten die Wohngebäude im direkten Umfeld der Scheune ab und verhinderten so ein Überspringen der Flammen, wie die Kreisbrandinspektion Neustadt/WN informierte. Im Einsatz waren dreizehn Ortsfeuerwehren mit 30 Fahrzeugen und 150 Helfern, außerdem das Technische Hilfswerk, die Polizei und Rettungskräfte.
Bei den Löscharbeiten kam auch eine Drehleiter zum Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die Feuerwehr Atemschutzmasken verwenden. Die Wasserversorgung erfolgte aus dem Badeweiher Kaimling. Ein Feuerwehrmitglied musste laut der Kreisbrandinspektion ambulant versorgt werden. Weitere Personen kamen nach Polizeiangaben nicht zu Schaden. Gegen 3 Uhr war das Feuer gelöscht.
Was den Brand ausgelöst haben könnte, sei noch unklar. Die Vohenstraußer Polizei ermittelt. Es gebe keine Hinweise auf Brandstiftung. Die Scheune diente vor allem als Lagerschuppen für landwirtschaftliches Gerät und Werkzeug. Im Inneren waren keine Stromleitungen verbaut. Den Schaden schätzt die Polizei auf über 50.000 Euro. Hinweise nimmt sie unter der Telefonnummer 09651/9201-0 entgegen.