Fliegerbombe in Nürnberg entdeckt: 1.500 Menschen betroffen | Weiden24

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Der Sprengkörper sollte noch am Dienstag entschärft werden. (Symbolbild) (Bild: Friso Gentsch/dpa)
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Der Sprengkörper sollte noch am Dienstag entschärft werden. (Symbolbild) (Bild: Friso Gentsch/dpa)

Fliegerbombe in Nürnberg entdeckt: 1.500 Menschen betroffen

225 Kilogramm schwer und in drei Metern Tiefe: In Nürnberg liegt ein Blindgänger nahe dem Südfriedhof. Ein Erdwall könnte den Evakuierungsradius begrenzen – doch wann können die Menschen zurück?

Nach dem erneuten Fund einer Fliegerbombe in Nürnberg planen Rettungskräfte eine Evakuierung von etwa 1.500 Menschen. Danach soll der Sprengkörper, der in rund drei Metern Tiefe gefunden wurde, entschärft werden. Nach Angaben der Stadt soll ein Erdwall errichtet werden, sodass der Evakuierungsradius wahrscheinlich auf 500 Meter begrenzt werden kann.

Der 225 Kilogramm schwere Blindgänger war am Morgen bei Arbeiten entdeckt worden. Er liegt südöstlich des Südfriedhofs zwischen Trierer Straße, Rangierbahnhof und Schnorrstraße. Für die Betroffenen sollte in der Mensa der Bertolt-Brecht-Schule eine Betreuungsstelle eingerichtet werden. 

Wegen der Entschärfung fährt die Straßenbahnlinie E5 nur bis zur Haltestelle Saarbrückener Straße und wendet dort. Die Haltestelle Worzeldorfer Straße wird nicht bedient. Die Buslinie 68 wird umgeleitet. 

Zuletzt war am 22. Oktober eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in derselben Gegend entdeckt und entschärft worden. In Nürnberg werden immer wieder Blindgänger gefunden. 

Die Stadt traf es in den letzten Kriegswochen 1945 hart. Die Brandbomben der Alliierten trafen auf eine Altstadt mit hohem Holzanteil - gut die Hälfte Nürnbergs wurde zerstört. Beim schwersten Angriff am 2. Januar 1945 starben etwa 1.800 Menschen, insgesamt wurden bei den Bombenangriffen mehr als 5.500 getötet.

© dpa-infocom, dpa:261103-930-938083/1

 
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