Bei einer Grenzkontrolle in Waidhaus hat die Polizei einen gefälschten Führerschein entdeckt, mit dem ein Mann nach Deutschland einreisen wollte. Der vermeintliche bulgarische Staatsbürger musste in seine Heimat, die Türkei, zurück.
Beamte der Grenzpolizei Waidhaus haben am Freitag, 7. Februar, bei einer Kontrolle an der Landstraße einen gefälschten bulgarischen Führerschein entdeckt, berichtet die Polizei. Der 26-jährige türkische Staatsbürger, der als Beifahrer in einem Auto einreisen wollte, zeigte den Beamten den gefälschten Führerschein sowie ein Foto einer bulgarischen Identitätskarte auf seinem Smartphone. Beide Dokumente waren auf denselben Namen ausgestellt.
Die Überprüfung ergab, dass der Führerschein gefälscht war. Zudem stellte sich heraus, dass der Mann nicht über ein Aufenthaltsrecht in Deutschland verfügt und ein schengenweites Einreiseverbot gegen ihn besteht. Die Grenzpolizei übergab den Mann an die Bundespolizei Waidhaus, die ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung einleitete.
Der Mann gab an, die gefälschten Dokumente für 5300 Euro in Kryptowährung über das Internet erworben zu haben, so die Polizei weiter. Er wollte damit eine europäische Staatsangehörigkeit vortäuschen, um Freizügigkeit und eine mögliche Erwerbstätigkeit in Anspruch zu nehmen. Die Dokumente waren allerdings auf einen falschen Namen ausgestellt. Die Bundespolizei verweigerte ihm die Einreise und brachte ihn in Abschiebehaft, von wo aus er in die Türkei zurückgewiesen wird.