Wenige Tage vor dem ersten Play-downs-Duell in der DEL2 gegen die Blue Devils Weiden hat der EC Bad Nauheim Trainer Antti Karhula vor die Tür gesetzt. Nun springt ein in Weiden bestens bekannter Feuerwehrmann ein.
Kurz vor dem Start der entscheidenden Saisonphase hat der EC Bad Nauheim einen Trainerwechsel vollzogen. Wie der DEL2-Club am Montagabend über seine sozialen Kanäle mitteilte, übernimmt mit sofortiger Wirkung Kevin Gaudet das Amt des Cheftrainers. Der 62-jährige Kanadier soll die „Roten Teufel” durch die anstehenden Play-downs der DEL2 führen. Gegner in der Serie wird der Ligakonkurrent Blue Devils Weiden sein.
Gaudet erhält dabei Unterstützung von einem alten Bekannten am Standort: Marc Vorderbrüggen kehrt zum Verein zurück und wird künftig als Co-Trainer fungieren. Nach Angaben des Clubs wurde die Entscheidung im engen Austausch zwischen Geschäftsführung, Aufsichtsrat und den Gesellschaftern getroffen. Mit dem Wechsel auf der Trainerposition wollen die Verantwortlichen unmittelbar vor Beginn der Abstiegsrunde noch einmal neue Impulse setzen.
Klares Ziel der Verantwortlichen ist der Klassenerhalt in der DEL2. Die Play-down-Serie gegen Weiden entscheidet darüber, ob Bad Nauheim auch in der kommenden Saison zweitklassig bleibt. Entsprechend groß ist der Druck auf die Mannschaft, die in den vergangenen Wochen sportlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben war.
Mit der Verpflichtung von Gaudet setzt der Verein auf Erfahrung. Der Kanadier kennt den deutschen Eishockeymarkt seit vielen Jahren und stand bereits bei mehreren Clubs in verantwortlicher Position hinter der Bande. Nun soll er den Roten Teufeln in der entscheidenden Phase Stabilität geben und die Mannschaft auf die Play-downs einschwören. Bestens bekannt ist Gaudet als Trainer der Hannover Scorpions, mit denen er im Oberliga-Play-off-Finale 2024 gegen die Blue Devils unterlag.
Gleichzeitig endet die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Cheftrainer Antti Karhula sowie Co-Trainer Mate Arany. Beide hatten die sportliche Verantwortung in einer schwierigen Saisonphase erst im Januar des glücklosen Peter Russell übernommen. Für Karhula entfällt damit die Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte: In der Saison 2005/06 sammelte er für die Blue Devils Weiden in der Oberliga satte 98 Scorerpunkte in 54 Partien, ehe er eine Liga höher nach Crimmitschau wechselte.