Giftige Blaualgen trüben Badespaß am Dießfurter Freizeitsee | Weiden24

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
vor 4 Stunden
Giftige Blaualgen gefährden das Badevergnügen im Dießfurter Freizeitsee für Mensch und Tier. (Bild: Gabi Schönberger)
Giftige Blaualgen gefährden das Badevergnügen im Dießfurter Freizeitsee für Mensch und Tier. (Bild: Gabi Schönberger)
Giftige Blaualgen gefährden das Badevergnügen im Dießfurter Freizeitsee für Mensch und Tier. (Bild: Gabi Schönberger)
cancel
info
Giftige Blaualgen gefährden das Badevergnügen im Dießfurter Freizeitsee für Mensch und Tier. (Bild: Gabi Schönberger)

Giftige Blaualgen trüben Badespaß am Dießfurter Freizeitsee

Am Dießfurter Weiher warnen Schilder vor giftigen Blaualgen. Noch gibt es kein eindeutiges Untersuchungsergebnis. Doch Mensch und Tier sollten vorsichtig sein und auch an anderen Gewässern die Augen offenhalten.

Schilder warnen am Dießfurter Freizeitsee vor Blaualgen. Weil diese giftig sind, sollte man bei einem Befall nicht baden. Das gilt auch für Hunde, denen die Algenblüte ebenfalls gefährlich werden kann. Aufgestellt wurden die Warnhinweise von den Bayerischen Staatsforsten, heißt es aus dem Landratsamt Neustadt/WN.

Dem Gesundheitsamt ist das Problem bekannt. „Am Montag erfolgt eine außerordentliche Probenahme“, kündigt Landratsamtssprecher Marcel Weidner am Freitag an. Die Proben werden zur Analyse ans Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen geschickt. In dessen Labor dauert die mikroskopische und die anschließende chemische Untersuchung nach Angaben der Behörde in der Regel zwei bis vier Arbeitstage.

Die Gefahr durch Blaualgen in natürlichen Gewässern wie Seen ist abhängig von der Witterung. Vor allem in regenarmen Wärmeperioden mit wenig Frischwasserzufuhr vermehren sich die Cyanobakterien stark. In den vergangenen Jahren waren sie die häufigste Ursachen für Badeverbote im Landkreis.

Mit einfachen Regeln können Badende sich vor Cyanobakterien und den damit einhergehenden möglichen Gesundheitsrisiken schützen: Das LGL ruft dazu auf, Warnhinweise und Verbote zu beachten. In der Regel verraten sich Blaualgen anders als Colibakterien und Enterokokken schon optisch. Bei grünlich oder rot trübem Wasser oder einer auf der Oberfläche schwimmenden grünen oder roten Schicht sollte man nicht ins Wasser gehen, nicht damit spritzen und auch Kinder vom Wasser fernhalten. Wenn im knietiefen Wasser die Füße nicht zu sehen sind, sollte man nach Empfehlung des Landesamtes nicht baden.

Bei einer Massenvermehrung schwimmen die Blaualgen auf der Oberfläche und werden als „Algenblüte“ bezeichnet, informiert das LGL. „Kommen Badende mit Cyanobakterien in Kontakt, sind Hautreizungen, Atemwegs- und Magen-Darmerkrankungen möglich“, so das Landesamt weiter. Neben Schwimmern sind auch Kinder gefährdet, die am Ufer spielen. Hunde sowie Wildtiere können verenden, wenn sie Wasser aus Seen mit Cyanobakterienblüten getrunken haben.

„Wer in Seen oder Flüssen badet, ist dafür selbst verantwortlich“, betont das Landratsamt Neustadt/WN. Zwar werde die Qualität der Gewässer im Sommer regelmäßig überwacht, doch Schwankungen erfolgten teilweise schnell und abhängig von der Witterung. Die Untersuchungsergebnisse zur Wasserqualität sind auf der Internetseite des Landratsamts unter www.neustadt.de nachzulesen.

 
north