Rund 40 Tote nach Feuer bei Silvesterparty in der Schweiz | Weiden24

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Anwohner und Touristen stehen nach dem verheerenden Feuer unter Schock. (Bild: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa)
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Anwohner und Touristen stehen nach dem verheerenden Feuer unter Schock. (Bild: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa)

Rund 40 Tote nach Feuer bei Silvesterparty in der Schweiz

Schock und Bestürzung sind groß nach dem verheerenden Feuer bei einer Silvesterparty in einem Schweizer Skiort. Die Behörden geben weitere Details bekannt.

Bei dem Feuer in einer Bar im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana sind nach offiziellen Angaben ungefähr 40 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten von ihnen schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Es werde „wahrscheinlich auch Opfer aus dem Ausland“ geben. 

Das Feuer war in der Nacht gegen 1.30 Uhr in der Bar „Le Constellation“ ausgebrochen. Dort hatten Hunderte Menschen Silvester gefeiert. Die Ursache für den Brand ist unklar. „Es gibt mehrere Hypothesen“, sagte Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis. Eine Möglichkeit sei, „dass der gesamte Raum Feuer gefasst hat, und dass das zu einer Explosion geführt hat“.

Augenzeuginnen hatten dem französischen Sender BFMTV gesagt, das Feuer sei durch Kerzen ausgelöst worden, durch die die Decke Feuer gefangen habe. Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, spekulierte über einen Feuerwerkskörper. „Das Drama ist erst ein paar Stunden her und ich kann nichts bestätigen. Die Untersuchung läuft“, sagte Pilloud.

„Viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte“

Die Identität der Toten und Verletzten ist noch unklar. „Die Identifizierung der Körper, auch der Verletzten, kann leider noch etwas Zeit brauchen. Wir haben vollstes Vertrauen in die Teams, die sich um die Identifizierung kümmern“, sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard. „Wir haben viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte.“

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin besuchte am Neujahrstag den Unglücksort. „Es handelt sich um eine der schlimmsten Tragödien, die es in der Geschichte dieses Landes gab. Wir sind bestürzt“, sagte er. Er kündigte an, dass das Unglück aufgearbeitet werde. „Es wird Untersuchungen geben, damit wir herausfinden, wie es zu diesem Drama kommen konnte. Wir sind es den Opfern schuldig, dass wir die Ursachen herausfinden.“ 

Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit Tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht.

© dpa-infocom, dpa:260101-930-485877/10

 
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