Die Bundespolizei Waidhaus hat am Wochenende sechs Personen die Einreise nach Deutschland verweigert. Gründe waren unter anderem Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Bestimmungen.
Am vergangenen Wochenende hat die Bundespolizeiinspektion Waidhaus bei Grenzkontrollen auf der A 6 insgesamt sechs Personen die Einreise nach Deutschland verweigert. Darüber informiert die Polizei in einem Pressebericht. In allen Fällen lagen Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Bestimmungen vor.
Am Freitagabend kontrollierten Bundespolizisten einen Reisebus mit moldauischer Zulassung. Dabei stellten sie bei einem 25-jährigen Moldauer einen Fahndungstreffer fest. Gegen den Mann bestand seit April 2025 ein nationales Einreise- und Aufenthaltsverbot der Ausländerbehörde Mainz-Bingen. Die Beamten verweigerten ihm die Einreise und wiesen ihn nach Tschechien zurück. Zudem verlängerte die Bundespolizei das bestehende Einreiseverbot bis zum Jahr 2028.
Eine massive Überschreitung der Aufenthaltsdauer stellten die Bundespolizisten am Samstag bei einem 36-jährigen Kolumbianer fest. Der Mann hatte die visafreie Kurzaufenthaltsdauer von 90 Tagen um 398 Tage überschritten. Die Bundespolizei verweigerte dem Mann die Einreise und wies ihn noch am selben Tag in die Tschechische Republik zurück.
Ebenfalls am Samstag übergab der Zoll eine 51-jährige Frau mit moldauischer und türkischer Staatsangehörigkeit an die Bundespolizei Waidhaus. Die Frau wollte nach eigenen Angaben von den Niederlanden in die Republik Moldau reisen. Bei der Kontrolle besaß sie weder einen gültigen Pass noch ein Visum. Die Bundespolizei veranlasste noch am gleichen Tag die Abschiebung über den Flughafen Nürnberg nach Chişinău.
In einem Fernreisebus auf der Linie Prag-Mailand geriet ein 30-jähriger Ukrainer am Sonntagmittag in den Fokus der Bundespolizeibeamten. Der Mann konnte lediglich einen gültigen ukrainischen Reisepass vorlegen. Ein Einreisestempel, ein Aufenthaltstitel oder ein Visum fehlten. Die Beamten verweigerten ihm die Einreise und wiesen ihn nach Tschechien zurück.
Am Sonntagabend stoppten die Einsatzkräfte einen Fernreisebus auf der Route Prag–Karlsruhe. Ein 32-jähriger georgischer Staatsangehöriger wies sich mit einem gültigen Reisepass aus. Einen Aufenthaltstitel oder ein Visum konnte er nicht vorlegen. Die Bundespolizei verweigerte ihm die Einreise und wies ihn nach Tschechien zurück.
Ebenfalls auf der Linie Prag–Karlsruhe kontrollierten Bundespolizisten eine 70-jährige venezolanische Staatsangehörige. Sie verfügte über einen gültigen Reisepass und hielt sich bereits seit Februar 2024 im Schengenraum auf. Einen Aufenthaltstitel oder ein Visum besaß sie nicht. Die Frau war bereits mehrfach wegen unerlaubter Einreisen nach Deutschland polizeilich aufgefallen. Die Bundespolizei verweigerte ihr erneut die Einreise und schickte sie dieses Mal in ihr Heimatland zurück.