Ein US-Soldat muss für 30 Jahre ins Gefängnis, nachdem ihn ein Militärgericht in Vilseck verurteilt hat. Der Fall hatte es in sich.
Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der Soldat ein minderjähriges Familienmitglied sexuell missbraucht hat. Der Soldat war im Herbst 2023 bei einer Einheit in Grafenwöhr stationiert, als die Taten stattfanden.
Angeklagt war der Soldat wegen „zweifacher Vergewaltigung eines Kindes unter 12 Jahren“ sowie weiterer Delikte. Das Urteil bestätigte eine Vergewaltigung und eine sexuelle Nötigung; andere Anklagepunkte wurden fallen gelassen. Der Mut des Opfers, sich jemandem anzuvertrauen und die Tat zu melden, wird von Staatsanwalt Major Zach Ray als „wirklich bemerkenswert“ beschrieben. Das Urteil hebt die Effektivität der Zusammenarbeit zwischen US-Behörden und deutschen Stellen hervor.
Der Verurteilte wird nun zunächst in die US-Militär-Haftanstalt Sembach bei Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz gebracht. Dort wartet er auf die Überstellung in ein US-Militärgefängnis in den USA. Nach dem Verbüßen der Haftstrafe muss sich der Mann aus der US-Fernmeldeeinheit als Sexualstraftäter registrieren lassen, heißt es in der Erklärung der US-Armee.