Mit Auto in Dönerbude in Schwandorf gefahren: 27-Jähriger wegen versuchtem Mord angeklagt | Weiden24

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vor 5 Stunden
Der Verdächtige fuhr laut Angaben der Ermittler in diesen Freisitz einer Dönerbude in Schwandorf. Am Tisch rechts sollen die drei Männer gesessen haben, die leicht verletzt wurden. (Archivbild: sbö)
Der Verdächtige fuhr laut Angaben der Ermittler in diesen Freisitz einer Dönerbude in Schwandorf. Am Tisch rechts sollen die drei Männer gesessen haben, die leicht verletzt wurden. (Archivbild: sbö)
Der Verdächtige fuhr laut Angaben der Ermittler in diesen Freisitz einer Dönerbude in Schwandorf. Am Tisch rechts sollen die drei Männer gesessen haben, die leicht verletzt wurden. (Archivbild: sbö)
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Der Verdächtige fuhr laut Angaben der Ermittler in diesen Freisitz einer Dönerbude in Schwandorf. Am Tisch rechts sollen die drei Männer gesessen haben, die leicht verletzt wurden. (Archivbild: sbö)

Mit Auto in Dönerbude in Schwandorf gefahren: 27-Jähriger wegen versuchtem Mord angeklagt

Ein Mann ist im August 2025 mit seinem Auto in den Sitzbereich einer Dönerbude in Schwandorf gefahren. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Die Anklage lautet auf versuchten Mord.

Der Vorfall ereignete sich Ende August 2025 in Schwandorf: Ein Mann fährt sein Auto in den Freisitz einer Dönerbude. Drei junge Menschen erleiden dabei nur leichte Verletzungen. Doch die Staatsanwaltschaft in Amberg erhebt schwere Vorwürfe: Versuchter Mord in drei Fällen. Die Anklage geht davon aus, dass der 27-jährige Angreifer absichtlich gehandelt hat, um die Anwesenden zu töten.

Der Marokkaner soll gegen 19.20 Uhr mit einem Mietwagen in die Friedrich-Ebert-Straße gefahren sein, direkt in den belebten Freisitz der Dönerbude. Nach der Tat flog er schnell auf, wurde gefasst und sitzt seitdem in der Untersuchungshaft. Auf ihn wartet nun der Prozess vor dem Landgericht Amberg.

Mordmerkmal der Heimtücke?

Die Staatsanwaltschaft Amberg wirft dem Mann nicht nur versuchten Mord vor, sondern auch gefährliche Körperverletzung, Fahren ohne Führerschein, Bedrohung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Besonders brisant: Weil die Personen am Tisch der Dönerbude ahnungslos waren, könnte das Mordmerkmal der Heimtücke infrage kommen. Wenn der Mann verurteilt wird: Die Höchststrafe für versuchten Mord ist lebenslange Haft.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden weitere Details bekannt: Der Mann war bereits am Tattag in Regensburg auffällig geworden – unterwegs mit dem Mietwagen und ohne Führerschein.

Leben des Verdächtigen

Bevor es zu dem dramatischen Vorfall an der Dönerbude kam, soll der 27-Jährige bereits einer Person in Schwandorf mit einem Messer gedroht haben. Wegen eines Streits um eine Frau. Der Verdächtige wirkt vor dem Gericht als jemand, dessen Verhalten sich abrupt verändert hat. Sein Motiv für den Angriff im August? Noch offen. Ausgeschlossen wird ein politischer Hintergrund.

 
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