Keine Entwarnung am Rußweiher: Auch bei der jüngsten Untersuchung wurden Blaualgen nachgewiesen. Das Badeverbot bleibt deshalb bestehen – und auch das Freibad und der Bootsverleih werden vorerst geschlossen.
Am Rußweiher in Eschenbach heißt es weiterhin: Baden verboten. Die Ergebnisse der jüngsten Wasserproben liegen vor – und die bringen nicht die erhoffte Entwarnung. Auch diesmal wurden Blaualgen nachgewiesen. Marcus Gradl, Bürgermeister von Eschenbach, informierte am Dienstag in einer Mitteilung über die Resultate. „Soeben haben wir die Ergebnisse der gestrigen Beprobung des Rußweihers erhalten. Leider wurden erneut Blaualgen nachgewiesen“, teilte er mit. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes werde das Badeverbot daher weiterhin aufrechterhalten.
Schon vor einigen Tagen war das Baden im Naturbad vorsorglich untersagt worden. Bei Untersuchungen waren erhöhte Konzentrationen von Cyanobakterien – besser bekannt als Blaualgen – festgestellt worden. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte die Ergebnisse bestätigt. Bei einer Besichtigung vor Ort waren außerdem typische Schlieren im Bereich der privaten Bootshäuser und eine Grünfärbung des Wassers bei den Campingplätzen aufgefallen. Mit der erneuten Überprüfung sollte nun getestet werden, ob sich die Situation inzwischen verbessert hat. Das ist nicht der Fall.
Warum sind Blaualgen so gefährlich? Sie können gesundheitsschädliche Stoffe bilden. Bei Hautkontakt – oder auch, wenn belastetes Wasser verschluckt wird – kann es zu vielfältigen Beschwerden kommen. Besonders Kinder und Haustiere sind gefährdet. Auch abseits des Badeverbots gibt es am Rußweiher derzeit Einschränkungen, informierte Gradl weiter. „Bis auf Weiteres bleiben auch das Freibad Rußweiher sowie der Bootsverleih geschlossen.“ Wann Badegäste den Rußweiher wieder nutzen können, sei derzeit noch offen und hänge von weiteren Untersuchungsergebnissen ab.