Neuer Maibaumklau-Rekord? Störnsteiner Gruppe klaut sieben Maibäume in der Oberpfalz | Weiden24

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Max und seine Crew beim Maibaumklau. (Bild: Max Scheidler)
Max und seine Crew beim Maibaumklau. (Bild: Max Scheidler)
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Max und seine Crew beim Maibaumklau. (Bild: Max Scheidler)

Neuer Maibaumklau-Rekord? Störnsteiner Gruppe klaut sieben Maibäume in der Oberpfalz

Max Scheidler (23) und seine Crew aus Störnstein gehen in diesem Jahr aufs Ganze und holen gleich sieben Maibäume in der Umgebung. Zwischen Adrenalin, Brotzeit-Deals und schlaflosen Nächten war auch Weiden24-Reporterin Claudia dabei.

Wenn andere schlafen, beginnt für Max Scheidler (23) aus Störnstein und seine Crew die spannendste Zeit des Jahres. Es ist Anfang April, die Luft noch kühl, die Straßen leer: perfekte Bedingungen für eine Tradition, die zwischen Brauchtum und Nervenkitzel liegt: Maibaumklau.

„Einfach als Gaudi und wegen des Adrenalin-Kicks“, sagt Max im Interview mit Weiden24. „Wir wissen einfach nicht, was wir nachts machen sollen.”

Maibaum aus Weiden geklaut

In Weiden ist Max kein Unbekannter. „Vor zwei Jahren, da haben wir in Weiden den Baum geholt“, erzählt er. Nach ganz viel Trubel um den Maibaumklau war danach erstmal Pause. Zu wenig Leute, zu wenig Organisation. Doch dieses Jahr lief alles anders: „Jetzt sind wir eine zusammengemischte Gruppe, jeder kennt irgendwen und plötzlich waren wir 20, 25 Leute.“

Die Truppe, quer durch Störnstein, Püchersreuth, Floß und Waldthurn, ist bestens ausgestattet: Arbeitsklamotten von Kopf bis Fuß, landwirtschaftliche Maschinen und Hallen, in denen die Maibäume auch gelagert werden können.

Auf Rekordjagd

Sieben Maibäume haben Max und seine Kumpels in diesem Jahr „geholt“. Zweimal Waldthurn, Oberlind, Theisseil, Trebsau, Püchersreuth und zuletzt Waidhaus. „Wir haben gelesen, dass mal eine Gruppe sechs Bäume geschafft hat. Da haben wir uns gedacht: Das toppen wir“, sagt Max. Mission erfüllt.

Doch der Preis dafür ist hoch: Schlafmangel. „Bei dem letzten Baum hat man schon gemerkt, dass die Beteiligung mau war. Aber wir wollten den Rekord halt noch“, gibt er zu. Jetzt ist Schluss für dieses Jahr.

Verhandlung und Brotzeit

Einige Bäume wurden schon „ausgelöst“ – gegen Bier und Brotzeit. „Bei einem Baum gab’s direkt vor Ort eine Brotzeit“, erzählt Max. Auch kritische Stimmen gibt es: „Ein Bauer war erst nicht begeistert, hat’s dann aber mit Humor genommen.“

Der Gruppe ist vor allem eines wichtig: nichts kaputt zu machen. „Da brauchst du schon Fachwissen, besonders im Umgang mit Maschinen“, erklärt Max. Bagger, Traktor und Transport sind für die Frauen und Männer aber kein Problem.

 
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