Die Band „Dysthanasia“ vereint Brutal Death Metal mit jeder Menge Leidenschaft. Mit Mitgliedern aus Weiden, Regensburg und Floß proben sie in Nürnberg. Beim Nachwuchswettbewerb „Weiden tobt!” wollen sie die Bühne rocken.
Weiden, Regensburg, Floß – und trotzdem trifft sich die Band „Dysthanasia“ in Nürnberg. Artem (18) aus Weiden sitzt am Schlagzeug, Maria (18) aus Regensburg spielt Bass und Ivan (16) aus Floß übernimmt den Gesang. Für die Gitarre springt aktuell noch jemand ein, aber das hält die drei nicht auf. Im Gegenteil: Sie stehen kurz davor, beim Nachwuchswettbewerb „Weiden tobt!“ zu zeigen, was sie draufhaben.
Ihren Proberaum haben sie im Jugendzentrum in Nürnberg gefunden. Ursprünglich war die Band größer, und die Mitglieder kamen aus verschiedenen Orten. „Nürnberg war einfach der beste Kompromiss“, erzählt Artem. Heute profitieren sie vor allem davon, dass dort alles bereitsteht: Instrumente, Technik, Platz. Und nach der Probe? Einfach noch durch die Stadt ziehen. Für die drei gehört das genauso dazu wie das Spielen selbst.
Kennengelernt haben sich Artem und Ivan über einen Freund, und Maria war ebenfalls über Umwege schon im Kontakt. Eigentlich wollten sie unter dem Namen „Harbingers of Death“ auftreten, doch nach einigen Veränderungen wurde daraus „Dysthanasia“. Der Begriff beschreibt einen qualvollen, künstlich verlängerten Sterbeprozess – ziemlich hart, aber genau das spiegelt auch ihre Musik wider. Die Band bewegt sich im Bereich Brutal-Death-Metal.
Sie schreiben ihre Songs selbst. Die Texte gehen im Screaming oft unter, was im Genre aber dazugehört. Für „Weiden tobt!“ überlegen sie zusätzlich, ein paar Cover einzubauen, um das Set abwechslungsreicher zu machen.
Für Artem ist der Contest kein komplettes Neuland. Mit seiner Band „Wet Wipes“ hat er im letzten Jahr bereits bei „Weiden tobt!“ gespielt – und direkt gewonnen. Eine Erfahrung, die motiviert, aber keinen Druck erzeugt. „Wir wollen vor allem Spaß haben und zeigen, was wir können“, lautet die klare Ansage.
Freunde und Familie haben die Band ermutigt, dieses Jahr gemeinsam aufzutreten. Genau darum geht es ihnen: Sie wollen eine neue Stilrichtung auf die Bühne bringen und das Publikum überraschen. Brutal Death Metal ist nichts für jede*n, aber genau das macht es spannend.