Herzstillstand mit 20: Weidener erzählt seine Geschichte | Weiden24

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vor 3 Stunden
 Bastians Herz hörte im Juni plötzlich auf zu schlagen. Er hat das Brugada-Syndrom.  (Bild: Marina Gube)
Bastians Herz hörte im Juni plötzlich auf zu schlagen. Er hat das Brugada-Syndrom. (Bild: Marina Gube)
Bastians Herz hörte im Juni plötzlich auf zu schlagen. Er hat das Brugada-Syndrom. (Bild: Marina Gube)
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Bastians Herz hörte im Juni plötzlich auf zu schlagen. Er hat das Brugada-Syndrom. (Bild: Marina Gube)

Herzstillstand mit 20: Weidener erzählt seine Geschichte

Bastian Maurers Herz blieb im Juni plötzlich stehen. Jetzt ist klar: Er hat die seltene Krankheit „Brugada-Syndrom“.

„Ich will mehr mit Freunden unternehmen und rausgehen, weil ich jetzt im Hinterkopf habe, dass das Leben schnell vorbei sein kann“, sagt Bastian Maurer (20). Am 14. Juni blieb sein Herz plötzlich stehen. „Das war ein Sonntag.“ Er fuhr von zu Hause zurück zu seinem Arbeitsplatz bei der Bundeswehr. „Es ist schwer zu beschreiben. Aber ich hatte da schon so ein Kribbeln im Kopf und in den Händen – so, als würden dort Tausende Ameisen laufen“, erzählt er.

Er hat sich dann in seinem Zimmer aufs Bett gelegt. „Und ich habe einem Kameraden noch Bescheid gesagt und ihn gefragt, ob er später mal nach mir schauen könnte, weil es mir nicht gut ging“, blickt der Weidener zurück.

Vom Kameraden wiederbelebt

Was danach geschah? Daran kann er sich nicht erinnern. Der 20-Jährige hatte einen Herzstillstand. „Ein Kamerad hat mich dann wohl vom Bett gezogen und mich wiederbelebt.“ Einen Tag später wachte Bastian in einem Krankenhaus wieder auf. Doch niemand konnte ihm erklären, was die Ursache für seinen Herzstillstand war.

Der Truppenarzt schickte ihn kurze Zeit später ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm, wo weitere Tests gemacht wurden. „Ich wusste schon, dass es ernst ist. Aber man hofft trotzdem noch“, blickt er zurück. Doch dann kam die Gewissheit: Bastian hat das Brugada-Syndrom. „Ich war erleichtert, dass es endlich eine Diagnose gibt, aber ich war auch sehr erschüttert.“

Das Brugada-Syndrom ist eine seltene Herzerkrankung. Betroffene haben ein deutliches höheres Risiko für einen Herzstillstand. Es ist eine potentiell lebensbedrohliche Krankheit.

Bastian will aufklären

Bastian hat jetzt einen Defibrillator unter der Haut. Der gibt einen Schock ab, wenn sein Herz gefährliche Rhythmusstörungen hat. So soll er vor einem plötzlichen Herztod schützen. „Für die Psyche ist das alles schon schwierig“, gibt er zu. Die Krankheit beeinflusst sein Leben deutlich – vor allem, weil er nicht mehr bei der Bundeswehr arbeiten kann. Daher kehrt er nun in seinen gelernten Beruf in der Altenpflege zurück.

Entmutigen lässt Bastian sich nicht. Sein Ziel ist es, über die Krankheit aufzuklären. Auf Tiktok hat er auf seinem Account „dieserbxstian“ ein Foto von sich hochgeladen. „Vor ein paar Wochen hat mein Herz plötzlich aufgehört zu schlagen“, steht darauf. Innerhalb eines Tages sahen das knapp 80.000 Menschen. „Viele haben Fragen gestellt. Die möchte ich nach und nach beantworten“, kündigt er an.

 
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